Kommt eine Fermate zum Psychiater:
„Herr Doktor, ich halt’s nicht mehr aus.“

Aushalten, liebe Kolleginnen und Kollegen, auch Frustrationstoleranz oder (mein neuer Lieblingsbegriff) Ambiguitätstoleranz, ist von uns, ganz gleich ob wir im institutionellen Umfeld oder freiberuflich tätig sind, in der gegenwärtigen berufspolitischen Situation gefordert. Wer spielt die erste Geige im Ringen um Ausbildungsanerkennungen? Wer ist tonangebend im Lied um Vergütungsmodalitäten? Wie verschaffen wir uns Gehör? Preschen wir mit Pauken und Trompeten vor und blasen vermeintlichen Kontrahenten den Marsch? Stimmen wir Klagelieder an über die immer gleiche alte Leier? Ja, es gibt ein paar Takte zu reden, doch sollten wir taktvoll bleiben, denn bekanntlich macht der Ton die Musik. Am Besten versuchen wir die Klaviatur der Diplomatie klangvoll auszuspielen und eine Spielart anzustimmen, die Resonanz zulässt, das Echo nicht fürchten muss und beteiligte Instanzen zum Mitschwingen einlädt. Noch pfeifen wir nicht aus dem letzten Loch, und das Lied ist auch nicht zu Ende. Selbst wenn wir kein Unisono erreichen werden, ein Wechselspiel, das verschiedene Tonarten zu einer Sinfonie vereint, wäre sicher auch einen Applaus wert.

 

Die Hitliste des vorliegenden Newsletters posaunt die Inhalte der GV vom 11. März 2017 hinaus, rührt die Buschtrommel für die APCI-Weiterbildung der ZHdK ....

Im Brustton der Überzeugung, dass Humor neben der Musik zu den besten Frustbewältigungsstrategien gehört, wünsche ich anregende Lektüre.

Susanne Korn

 

zurück